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Alinghi SUI (Foto © Th.Martinez/Alinghi) |
Alinghi verringerte den Abstand auf dem Vorwind-Kurs rasch wieder, umkurvte die Leetonne kurz hinter BMW Oracle Racing und machte auf dem nächsten Abschnitt weiteres Terrain gut, womit sie den "Challenger of Record" kontrollierten.
Anschliessend ging es mit voller Kraft dem Ziel entgegen, Alinghi nützte die Winddreher aus und überquerte die Ziellinie als Dritter hinter Sieger Desafio Espanol 2007 und BMW Oracle Racing. Die beiden Erstplatzierten trennten nur eine Sekunde und Alinghi gewann schon den fünften Act des Jahres. Der Titelverteidiger sicherte sich auch den Gesamtsieg in der ACC-Jahreswertung. United Internet Team Germany erreichte den 9. Rang.
Ernesto Bertarelli, Alinghi-Präsident und Runner/Stratege äussert sich über die Acts 2005 und blickt voraus auf den America's Cup:
"Das Ziel der Louis Vuitton Acts, der Vor-Regatten vor dem eigentlichen America's Cup, war es, dass wir in den Jahren nach 2003 und unserem Triumph in Auckland auch Rennen haben würden und das Publikum weiterhin Interresse am Segelsport und dem Cup hat. Für uns war es auch sehr wichtig, dass wir unseren hohen Segelstandard beibehalten konnten. Ich denke, die neue Austragungsform des America's Cup ist wirklich ein grosser Erfolg."
BMW ORACLE Racing beendet die ACC-Saison 2005 als bester Herausforderer, nachdem in einem spannenden Finale heute der Sieg beim Trapani Louis Vuitton Act 9 nur um Haaresbreite verpasst wurde. Die Ausgangslage war klar: BMW ORACLE Racing musste dem America's Cup Sieger Alinghi zwei Plätze abnehmen, um sich den Regatta-Gesamtsieg zu sichern. In Anbetracht der diesjährigen Resultate war dies eine schwere Vorgabe, aber Chris Dickson und die Crew der USA-76 verpassten sie nur denkbar knapp.
Das große Finale hielt, was es versprochen hatte: Selbst als die ersten Yachten die Ziellinie überquert hatten, stand der Sieger noch nicht fest. Denn die Offiziellen mussten erst das Zielfoto auswerten, das BMW ORACLE Racing und Desafio Espanol 2007 gleichauf zeigte. Würde BMW ORACLE Racing zum Sieger des Rennens gekürt, hätte das Team auch die Regatta gewonnen. Bei Platz zwei würde der Gesamtsieg trotz Punktgleichheit an Team Alinghi gehen, das das Rennen auf Position drei beendet hatte.
Die Spannung war förmlich greifbar, während die Rennleitung das Zielfoto auswertete und schließlich das spanische Team zum Sieger erklärte. So beendete BMW ORACLE Racing die Regatta mit einer beeindruckenden Bilanz und den Platzierungen 1, 2, 2, 2 und 2. In der Gesamtwertung liegt das Team mit 56 Zählern gleichauf mit Team Alinghi, das die Positionen 3, 1, 1, 1 und 3 erreichte. Einmal mehr gaben zwischen diesen beiden starken Teams die Einzelerfolge den Ausschlag für den Gesamtsieg, und mit insgesamt drei Rennsiegen hatte Team Alinghi das bessere Ende für sich.
Alinghi sicherte sich damit zudem den Sieg in der "America's Cup Class Championship 2005", während BMW ORACLE Racing die Spitzenposition im Louis Vuitton Challenger Ranking verteidigte.
"Dieses Rennen war unglaublich aufregend", sagte Chris Dickson, der Skipper und CEO von BMW ORACLE Racing. "Für uns war es ein fast perfekter Tag - aber eben nur fast. Unser Ziel für heute war es, ein gutes Rennen zu segeln, Alinghi zu besiegen und unter die ersten sieben zu kommen, um den zweiten Rang in der Gesamtwertung zu behalten. Sollte uns das gelingen, dann hatten wir uns vorgenommen, eine Yacht zwischen uns und Alinghi zu bekommen, um die Regatta zu gewinnen. Das dies nicht einfach werden würde, war uns bewusst."
"Das Emirates Team New Zealand hat sich mit einem Frühstart selbst aus dem Spiel genommen, also ging es nun darum, Alinghi zwei Plätze hinter uns zu lassen. An der Luvtonne hatten wir vor, die Schweizer so lange abzublocken, dass wir noch Platz zum Runden hatten, Alinghi auf Steuerbordbug aber den nachfolgenden Yachten Wegerecht gewähren musste. Es war nur ein Zeitfenster von einer Sekunde, das wir für dieses Manöver hatten, aber es ist uns gelungen."
"In den nun folgenden 45 Minuten haben wir wirklich alles gegeben, um an den Spaniern vorbeizukommen und so zumindest ein Boot zwischen uns und Alinghi zu haben. Wir waren dicht davor. Das offizielle Endergebnis sagt, dass uns eine Sekunde gefehlt hat, um das spanische Team abzufangen. Wenn eine Sekunde solche Auswirkungen hat, dann kann man wahrlich von einer engen Regatta sprechen."
"Mit unserer Leistung sind wir hochzufrieden. Die letzten drei Acts haben wir jeweils punktgleich mit dem Sieger Alinghi beendet. Wir rütteln am Zaun, die Lücke haben wir geschlossen. Vor zweieinhalb Jahren waren wir ihnen noch nicht so nahe. Im nächsten Jahr werden wir Ihnen noch näher kommen - und daher gut gerüstet sein, um 2007 als Herausforderer den America's Cup gewinnen zu können."
"Heute ist unser Team stärker, als noch vor einem Monat, und deutlich stärker, als vor drei Monaten. In der Jahresmitte hatten wir ein kleines Tief, aber aus dem sind wir mit fliegenden Fahnen herausgekommen."
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Alinghi schärfster Konkurrent: BMW Oracle Racing USA (Foto © Gilles Martin-Raget) |
Wie geht es weiter für Alinghi?
"Wir bauen das neue Boot und werden dieses im nächsten Jahr taufen und in Betrieb nehmen".
Brad Butterworth, Alinghi Vize-Präsident und Taktiker, kommentiert den Erfolg so:
"Diese Siege kommen nach einem langen und harten Jahr. Das ganze Team hat aufopfernd für diese Erfolge gearbeitet. Wir hatten gehofft, ein paar dieser Events zu gewinnen, nicht aber die ganze Serie. Das ist eine schöne Überraschung."
Was kommt als nächstes für Alinghi?
"Wir fliegen direkt von Trapani nach Valencia, ziehen in unsere neue Basis ein und segeln noch ein paar Wochen lang. Wir freuen uns auf das neue Boot und auf die Vorbereitung für die Regatten im nächsten Jahr. Hoffentlich können wir dann schon mit dem neuen Boot segeln."
Grant Simmer, Co-General-Manager von Alinghi und Chef-Designer:
"Dies ist ein grossartiges Resultat für Alinghi. Jetzt kehren wir beruhigt nach Valencia zurück und können uns auf die Weiterentwicklung konzentrieren. Für mich als Chef-Designer war es natürlich sehr erfreulich, dass unser Boot so schnell war und dass uns die ganze Entwicklungsarbeit einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschafft hat. Auch die nächsten paar Monate werden spannend, denn auch wir haben noch einiges zu lernen. Die grosse Gefahr für uns besteht darin, dass wir uns zurücklehnen und sagen 'Wir sind doch in einer guten Form'. Meine Aufgabe ist es, dies zu verhindern. Ich werde fordern, dass wir uns in allen Bereichen weiterhin verbessern.
TRAPANI LOUIS VUITTON ACT 9 - PROVISIONAL RESULTS AND LEADERBOARD
1 Alinghi 3 - 1 - 1 - 1- 3 - 56 Points
2 BMW ORACLE Racing 1-2-2-2-2- 56 P.
3 Emirates Team New Zealand 2-3-5-3-6- 46 P.
4 Desafío Español 6-6-4-8-1- 40 P.
5 Team Shosholoza 5-5-2-7-8- 37 P.
6 Luna Rossa Challenge 11- 4-6-6-4- 34 P
7 +39 Challenge 8-8-7-11-5- 26 P
8 Victory Challenge 10-11- 8-5-7 - 24 P
9 United Internet Team Germany 4-7-11-12-9- 22 P.
10 Mascalzone Latino-Capitalia Team 12 - 10-9-4-11- 19 P
11 China Team 9-9-12-9-10- 16 P.
12 K-Challenge 7 - DNF- 10-10 DNS- 12 P.
(DNF = did not finish / DNS = Did not start)
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