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Toni Kolb feiert in Valencia seinen 31. Geburtstag. Dazu überreichte ihm das Team BMW ORACLE Racing eine Torte in Form einer America’s Cup Yacht. (Foto © BMW ORACLE Racing/ Gilles Martin-Raget)
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„Für mich ist das größte Geburtstagsgeschenk heute, dass wir nicht mehr jeden Tag die Schürzen anbringen müssen, was immer extra Arbeit bedeutete – das ist endlich vorbei! Und jetzt freuen wir uns auf spannende Rennen“, so Tony Kolb.
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BMW ORACLE Racing hat in Valencia die Unterwasser-Geheimnisse um seine beiden Rennyachten der neuen Generation gelüftet.(Foto © BMW ORACLE Racing/ Gilles Martin-Raget)
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Burns weiter: "Das ganze Design wurde zu einer ausgewogenen Einheit optimiert, auf die vor Valencia herrschenden Verhältnisse zugeschnitten und auf die speziellen Anforderungen und den Rennstil unseres Segelteams abgestimmt. Natürlich ist dies erst die vorläufige Prüfung. Der eigentliche Test beginnt, wenn die Flotte des America's Cup auf dem Wasser zum Wettkampf antritt - zunächst beim Louis Vuitton Act 13 und dann beim Louis Vuitton Cup." BMW ORACLE Racing CEO und Skipper Chris Dickson sagte: "Wir gehen davon aus, dass es in den nächsten Monaten zu einigen hart umkämpften Rennen kommen wird. Doch wir sind zuversichtlich, dass unser gesamtes Team - von den Designern, Boots-, Mast- und Segelbauern über das Wetterteam bis hin zur Shore Crew und dem Segelteam selbst- bereit ist, sich den Kontrahenten zu stellen. Wir wissen, dass wir weiter daran arbeiten müssen, unser Equipment und unsere Leistungen weiter zu optimieren,
doch dank des immensen Einsatzes seitens des Teams, unserer Familie, von
Partnern und Sponsoren sind wir schon ein ganzes Stück in unserer Entwicklung vorangekommen. Wir freuen uns darauf, dass es nun bald losgeht."
Nach den Wettkampfregeln ist jedes Team verpflichtet, ab dem 1. April sämtliche Verhüllungen von Unterwasser-Komponenten der Yachten zu
entfernen.Traditionsgemäß geht dies damit einher, dass die Teams an diesem Tag ihre Team Basen öffnen und es der Öffentlichkeit erlauben, sich die Yachten aus nächster Nähe anzusehen. Michel Kermarec, Leiter Appendages Programm im BMW ORACLE Racing Designteam, beschrieb den Ansatz als so genannte klassische Konfiguration: "Ein Kiel, ein Ruder, keine großen Überraschungen."
Nach dem Stapellauf der ersten neuen Yacht des Teams, der USA 87, gab es viele Spekulationen um angeblich radikale Maßnahmen am Boot unter der
Wasseroberfläche. "Diese Spekulationen wurden hauptsächlich dadurch angeheizt, dass unser Mast ziemlich weit vorn positioniert war", sagte Kermarec. "Doch tatsächlich gab es nie etwas anderes als eine standardgemäße Kiel- und Ruder- Konfiguration an der Rumpfunter-seite, auch wenn wir an der USA 87 einige Änderungen vorgenommen hatten." Kermarec erwähnte, dass das Team mehrere Variationsmöglichkeiten mit Kielfinnen, Kielbomben und Rudern getestet hatte, um jene ausgewogene Kombination aller Komponenten zu erreichen, die genau auf die vor Valencia herrschenden Wetterverhältnisse und den Rest des Designpakets abgestimmt sind. Der Schwerpunkt lag dabei auf einer spürbaren Verbesserung
verschiedener Unterwasser-Komponenten des Bootes und die ihnen zu Grunde
liegenden konstruktionstechnischen Details.
Bei diesem Arbeitsablauf wurden 35 verschiedene Formen von Kielbomben in einem Hochgeschwindigkeits-Windkanal getestet, zudem 100 theoretisch mögliche Formen CFD (Computational Fluid Dynamics) -Tests unterzogen. Mit dem Einsatz von Hunderten leistungsstarker Computer steckt hinter jedem dieser CFD-Tests ein Arbeitsaufwand von etwa 30 Stunden, so dass allein 3000 Stunden an Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf die virtuellen Kielbomben verwendet wurden. Die Hauptziele sind, so viel Gewicht wie möglich in der Kielbombe zu konzentrieren, um durch das aufrichtende Moment eine ausreichende Stabilität des Bootes zu gewährleisten und sicherzustellen, dass die Formen der neuen Zusatzkomponenten dem Strom des Wassers minimalen Widerstand entgegensetzen, für maximalen Auftrieb sorgen und die Yacht mit optimaler Effizienz durchs Wasser gleiten lassen. Der Kielfinne aus Stahl ist so konzipiert, dass sie sich vom Rumpf bis zur Kielbombe stetig verjüngt. Kermarec betonte, dass etwa 85 Prozent des Design- Aufwandes in Kielfinnen und -bomben gegangen sind. Nur wenig Zeit wurde beispielsweise für das Ruder benötigt.
Die Öffentlichkeit bekommt Formen und Größen von Kielen und Rudern zu sehen -
genauso wichtig sind jedoch die fürs bloße Auge unsichtbaren Elemente. Die
technischen Herausforderungen, die damit verbunden sind, eine 19 Tonnen schwere
Kielbombe aus Blei an einer relativ schmalen Kielfinne aus Stahl aufzuhängen,
die selbst an einem extrem leichten Rumpf aus kohlenstofffaserverstärktem
Kunststoff befestigt ist, sind äußerst anspruchsvoll. "Der Konstruktionsaufwand,
der bei diesen enormen Belastungen betrieben werden muss, ist wirklich
beeindruckend", sagte Kermarec. Die Techniker und Bootsbauer orientieren sich
bei ihrer Arbeit an äußerst präzisen und eng bemessenen Toleranzwerten, um die
Zusatzkomponenten so stabil und gleichzeitig so leicht wie möglich zu machen.Ein
Fokus liegt auf dem Thema Leichtbau, Teilaspekt der innovativen
EfficientDynamics Strategie von BMW. Das umfassende Know-how aus der automobilen
Forschung hat BMW in allen Entwicklungsphasen annähernd 1:1 auf die
Yachtkonstruktion übertragen.
Hergestellt wurden die Kielfinnen in Deutschland (BMW Werk Eisenach), Frankreich
und Neuseeland. Bei gewöhnlichen Segelverhältnissen unterliegt die Finne
permanenten mechanischen Schwingungen. "Auch Stahl hat nur eine begrenzte
Elastizität", bemerkt Kermarec. "Wenn die Yachten einen geraden Kurs segeln,
gehen diese Schwingungen etwa 50 Prozent an dieses Limit heran. Wenn die Yachten
im schweren Wellengang durchs Wasser pflügen oder besonders in der Vorstartphase
harte Wenden vollziehen, führt die Trägheit der Kielbombe die Kielbalken an die
Grenzen ihrer mechanischen Belastbarkeit."
www.bmworacleracing.com



