Capri: IMS-WM mit NRW Seglern

25. Mai 2003 - Cup-Sieger Russell Coutts von Alinghi SUI kämpfte gegen eine deutsche Yacht – die "Opus One" des Düsseldorfers Wolfgang Stolz. Bei der IMS Rolex World Championship vor Capri (beim Yacht Club Costa Smeralda) segelte außerdem die "Westwind" des Oberhauseners Peter Süselbeck, der sein Boot in Kiel liegen hat, in der Klasse 3 auf den 6. Rang in diesem exeptionell hochklassigen Feld von 64 Yachten, allein 22 Booten in der Classe 3. Die Wetterbedingungen reichten von leicht bis zu 30 Knoten Wind.

Die IMS-Yachten an der Tonne, vorn Orlanda-Olympus- (Foto © Orlanda-Olympus)

Am Freitag segelten auf der "Opus One" Skipper Thomas Jungblut und Steuermann Dietrich Tauber (beide Hamburg) im Vergleich der Swan 45 gegen America's Cup-Gewinner Russell Coutts auf der italienischen "Cuordileone". Der 42-Jährige Coutts, der für das Schweizer Alinghi-Team den America's Cup nach Europa geholt hatte, wurde vom befreundeten "Cuordileone"-Eigner Leonardo Ferragamo nur für ein einziges Rennen am Freitag extra aus Genf eingeflogen, obwohl er mit der Vergabe des Rolex IMS-Weltmeistertitels nichts mehr zu tun hat. Nach drei von sechs

Wettfahrten lagen die Italiener auf Platz 14 einen Punkt vor der "Opus

One". Es führte überlegen die "Telefonica Movistar" aus Spanien. Ferragamo ist Inhaber des gleichnamigen Modehauses sowie der finnischen Swan-Werft.

 

"Wir haben keine Angst vor Russell", sagte Thomas Jungblut, "der kocht

auch nur mit Wasser." Obwohl die beiden Swan 45-Yachten nach der

IMS-Wertung keine Chance auf den Gesamtsieg hätten, freuen sich die

Hamburger auf die Herausforderung. Bislang steuerte bei den Gegnern

Francesco de Angelis, immerhin America's Cup-Finalist 2000 mit Prada.

Jungblut: "Doch das hat auch keinen großen Unterschied zu uns gemacht."

Auf der Langstrecke über 195 Seemeilen fehlte der deutschen Crew nach

berechneter Zeit nur ganze 17 Sekunden auf die Profis.

 

Am Ende nach sieben Rennen lag die "Opus One" des Düsseldorfer Stolz mit Skipper Jungbluth mit 99 Punkten nur knappe 6 Punkte hinter der "Cuordileone" mit Skipper Coutts. Jungblut: "Uns waren zwei Winschen kaputt gegangen, danach hatten wir keine Chance mehr." Die einzigen Deutschen in dieser Gruppe erreichten den 15. Rang hinter "Cuordileone" auf Platz 14.

 

Aufs Treppchen wollte dagegen der Oberhausener Ingenieur Peter Süselbeck,

dessen First 36.7 "Westwind" ihren Heimathafen in Kiel hat. Zwar lag

die führende First 36.7 "Vai Mó" aus Italien mit 5,25 Punkten

scheinbar unschlagbar vorn. Doch danach folgte zur Halbzeit schon die Mannschaft um Steuermann Kai von Berg (Neumünster) mit 17 Zählern vor der "Don Alvaro" (18)

ebenfalls aus dem Gastgeberland. "Der Spitzenreiter hat sein Schiff

unter anderem mit einem Kohlefasermast stark modifiziert", erklärt

Süselbeck, der nur im Falle eines Frühstarts des Gegners noch eine

Titelchance sieht. Doch mit "Silber" bei der Rolex IMS-Weltmeisterschaft

zur Deutschen Meisterschaft Ende Juni bei der Kieler Woche zu fahren,

wäre schon ein "ganz großer Triumph".

Es hat dann doch nicht sein sollen: "Westwind" belegte nach sieben Rennen in der Gruppe 3 den sechsten Rang nach fünf Italienern, es siegte die italienische "Di Mare Technica". "Bevor der Wind einschlief waren wir noch Zweite", berichtete der Oberhausener Ingenieur Peter Süselbeck, dessen First 36.7 "Westwind" in Kiel beheimatet ist. Als Steuermann Kai von Berg (Neumünster) es im Finalrennen nochmals wissen wollte, kam die rote Karte wegen Frühstarts. "Das hätte nicht sein müssen", so Süselbeck, "aber gegen die Flaute im vorletzten Rennen waren wir machtlos." Allerdings segelten die Deutschen in einem Feld mit bekannten Namen: Als Beispiel die Vierte in der Klasse 1, die Orlanda-Olympus des Italieners Tomamaso Chieffi mit dem britishen Navigator Ian Moore, dem niederländischen Taktiker Roy Heiner, Daniele Andreini (bowman), Andrea Nardi (bowman), Nick Bice (mast), Angelo Romanengo (Fallen), Daniele Bresciano (grinder), Claudio Celon, Alessio Razeto , Giorgio Tortarolo (mainsail trimmer), Andrea Casale (mainsail trimmer) and Eugenio Repetto (grinder).

Die WM wird fortgesetzt mit der IMS Mediterranean Championship (Punta Ala, Grosseto, Italy) vom 1. bis 7. Juni,

der Trofeo de la Reina (Valencia, Spanien vom 4. bis 6. July

dem Breitling Cup (Palma de Mallorca, Spanien) vom 18. bis 20,. July und

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