DaimlerChrysler North Atlantic Challenge wieder 200729. Oktober 2003 - Neuauflage der Transatlantikregatta von Newport/USA nach Hamburg- Die Hochseesegelregatta DaimlerChrysler North Atlantic Challenge, die in diesem Sommer zum größten jemals auf dem Nordatlantik von West nach Ost gesegelten Rennen avancierte, wird 2007 neu aufgelegt. Das gaben der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) als Veranstalter und der Titelsponsor DaimlerChrysler AG am Mittwoch (29. Oktober) während einer Pressekonferenz auf der Messe "hanseboot" in Hamburg bekannt.

Der Peter von Seestermühe bei der DCNAC, das älteste Schiff von 1936 – die Eigner legen Wert darauf, dass es "der" Peter heisst ... (Foto © www.dcnac.de)

63 Yachten aus elf Nationen von 12 bis 46 Metern Länge waren im Juni von Newport/USA über mehr als 3.600 Seemeilen (rund 6.700 Kilometer) im Norden Großbritanniens herum nach Cuxhaven unterwegs und feierten anschließend in der Hansestadt eine außergewöhnliche, maritime Festwoche.

"Wir wollen an den erfolgreichen Grundfeilern der DCNAC 2003 festhalten",

versprach NRV-Präsident Gunter Persiehl, ohne möglichen Verbesserungen in

der noch folgenden Ausschreibung vorzugreifen. So solle der Start wegen

der langjährigen Wetterstatistik wieder im Juni erfolgen. Und auch die

Streckenführung dürfte unverändert bleiben. "Das war eine echte

Herausforderung für Mensch und Material", berichtete der Hamburger Ronald

"Ronny" Wulff, der mit seiner Swan 51 "Cheri Hakkatan" 18. geworden war.

Trotz tagelanger Nässe und Kälte fragte der Ex-HSV-Präsident bereits

spontan: "Wo ist das Meldeformular für 2007?"

Bereits während der Eventwoche im Juli auf der Kehrwiederspitze im Herzen

Hamburgs, wo viele tausend Besucher mit den Seglern feierten und

fachsimpelten, waren die Rufe nach einer Wiederholung immer lauter

geworden. "Doch so eine Entscheidung fällt nicht über Nacht", erklärte

Gerhard Rötters für den Titelsponsor. Umso froher war der Leiter der

Mercedes-Benz- und damit DaimlerChrysler-Niederlassung Hamburg, dass sein

Konzern vor kurzem die feste Zusage für die Neuauflage gegeben hatte. "Für

uns war die DaimlerChrysler North Atlantic Challenge ein positiver

Imagegewinn", so Rötters, "nicht zuletzt durch mehr als 2.500 Berichte in

deutschen Printmedien und mehrere Stunden Fernsehbeiträge. Deshalb werten

wir die Regatta als vollen Erfolg und wollen daran anknüpfen."

Rein sportlich hatte die Kieler "UCA" von Ex-Arbeitergeberpräsident Klaus

Murmann als Dritte der Gesamtwertung aber schnellste Yacht nach gesegelter

Zeit das Maß gesetzt. Seitdem steht der Streckenrekord bei 13 Tagen, 7

Stunden, 13 Minuten und 5 Sekunden. Das ist auch die Messlatte für den

Hamburger Reeder Claus-Peter Offen, der mit seiner neuen Wally 94 "Y3K"

nicht dabei sein konnte, weil sie nicht rechtzeitig fertig wurde. "In vier

Jahren werden wir diese Zeit jagen", versprach der 60-Jährige vom NRV. Bis

dahin wolle er helfen, noch mehr große Maxiyachten auch aus dem

Mittelmeerraum von der Teilnahme zu überzeugen.

Ein Hauch von St. Tropez war in diesem Sommer durch den City-Sporthafen am

Baumwall gefegt, der noch bis Sonntag (2. November) auch Messehafen der

44. Internationalen Bootsausstellung ist. "Vor einem Jahr wurden hier die

ersten Eigner und Skipper vorgestellt, im Sommer haben wir im Regattadorf

den Bogen zur hanseboot geschlagen, und nun gibt es hier den Startschuss

zur DCNAC 2007", freute sich Dietmar Aulich, Geschäftsführer der Hamburg

Messe, als Partner der Hochseeregatta über das gelungene Engagement.

Wie positiv die Transatlantikregatta nicht nur in der Öffentlichkeit

aufgenommen wurde, zeigt allein schon die Unterstützung durch Ole von

Beust. Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg sicherte

bereits verbrieft zu, wieder die Schirmherrschaft zu übernehmen. Ein

feierlicher Senatsempfang am Tag der Siegerehrung, auf dem auch

DaimlerChrysler-Vorstandsvorsitzender Jürgen Schrempp die Leistungen der

Seglerinnen und Segler würdigte, gehörte zu den gesellschaftlichen

Höhepunkten der Gesamtveranstaltung.

"Doch vor den Erfolg haben die Götter wieder den Schweiß gesetzt", mahnte

Gunter Persiehl bei aller Euphorie und Vorfreude. In den kommenden Monaten

werde das Organisationsteam gebildet, das in den folgenden Jahren die

DCNAC 2007 stricken soll. "Der NRV sieht im Hochsee- und Seesegeln ein

neues Standbein neben seinen Olympic und Match Race Teams", so der

Präsident, der außerdem in Hamburg die NRV Baltic Week 2004 mit der

Internationale Deutschen Meisterschaft im Seesegeln und dem Bavaria Cup

(7. bis 15. August in Neustadt/Holstein) vorstellte.

Lesen Sie dazu auch die kompletten Berichte von 2003:

DaimlerChrysler North Atlantic Challenge

Die website des DCNAC:

www.dcnac.de

 


Anzeige

 Seite drucken  |   Seite versenden