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Der Peter von Seestermühe bei der DCNAC, das älteste Schiff von 1936 – die Eigner legen Wert darauf, dass es "der" Peter heisst ... (Foto © www.dcnac.de) |
63 Yachten aus elf Nationen von 12 bis 46 Metern Länge waren im Juni von Newport/USA über mehr als 3.600 Seemeilen (rund 6.700 Kilometer) im Norden Großbritanniens herum nach Cuxhaven unterwegs und feierten anschließend in der Hansestadt eine außergewöhnliche, maritime Festwoche.
"Wir wollen an den erfolgreichen Grundfeilern der DCNAC 2003 festhalten",
versprach NRV-Präsident Gunter Persiehl, ohne möglichen Verbesserungen in
der noch folgenden Ausschreibung vorzugreifen. So solle der Start wegen
der langjährigen Wetterstatistik wieder im Juni erfolgen. Und auch die
Streckenführung dürfte unverändert bleiben. "Das war eine echte
Herausforderung für Mensch und Material", berichtete der Hamburger Ronald
"Ronny" Wulff, der mit seiner Swan 51 "Cheri Hakkatan" 18. geworden war.
Trotz tagelanger Nässe und Kälte fragte der Ex-HSV-Präsident bereits
spontan: "Wo ist das Meldeformular für 2007?"
Bereits während der Eventwoche im Juli auf der Kehrwiederspitze im Herzen
Hamburgs, wo viele tausend Besucher mit den Seglern feierten und
fachsimpelten, waren die Rufe nach einer Wiederholung immer lauter
geworden. "Doch so eine Entscheidung fällt nicht über Nacht", erklärte
Gerhard Rötters für den Titelsponsor. Umso froher war der Leiter der
Mercedes-Benz- und damit DaimlerChrysler-Niederlassung Hamburg, dass sein
Konzern vor kurzem die feste Zusage für die Neuauflage gegeben hatte. "Für
uns war die DaimlerChrysler North Atlantic Challenge ein positiver
Imagegewinn", so Rötters, "nicht zuletzt durch mehr als 2.500 Berichte in
deutschen Printmedien und mehrere Stunden Fernsehbeiträge. Deshalb werten
wir die Regatta als vollen Erfolg und wollen daran anknüpfen."
Rein sportlich hatte die Kieler "UCA" von Ex-Arbeitergeberpräsident Klaus
Murmann als Dritte der Gesamtwertung aber schnellste Yacht nach gesegelter
Zeit das Maß gesetzt. Seitdem steht der Streckenrekord bei 13 Tagen, 7
Stunden, 13 Minuten und 5 Sekunden. Das ist auch die Messlatte für den
Hamburger Reeder Claus-Peter Offen, der mit seiner neuen Wally 94 "Y3K"
nicht dabei sein konnte, weil sie nicht rechtzeitig fertig wurde. "In vier
Jahren werden wir diese Zeit jagen", versprach der 60-Jährige vom NRV. Bis
dahin wolle er helfen, noch mehr große Maxiyachten auch aus dem
Mittelmeerraum von der Teilnahme zu überzeugen.
Ein Hauch von St. Tropez war in diesem Sommer durch den City-Sporthafen am
Baumwall gefegt, der noch bis Sonntag (2. November) auch Messehafen der
44. Internationalen Bootsausstellung ist. "Vor einem Jahr wurden hier die
ersten Eigner und Skipper vorgestellt, im Sommer haben wir im Regattadorf
den Bogen zur hanseboot geschlagen, und nun gibt es hier den Startschuss
zur DCNAC 2007", freute sich Dietmar Aulich, Geschäftsführer der Hamburg
Messe, als Partner der Hochseeregatta über das gelungene Engagement.
Wie positiv die Transatlantikregatta nicht nur in der Öffentlichkeit
aufgenommen wurde, zeigt allein schon die Unterstützung durch Ole von
Beust. Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg sicherte
bereits verbrieft zu, wieder die Schirmherrschaft zu übernehmen. Ein
feierlicher Senatsempfang am Tag der Siegerehrung, auf dem auch
DaimlerChrysler-Vorstandsvorsitzender Jürgen Schrempp die Leistungen der
Seglerinnen und Segler würdigte, gehörte zu den gesellschaftlichen
Höhepunkten der Gesamtveranstaltung.
"Doch vor den Erfolg haben die Götter wieder den Schweiß gesetzt", mahnte
Gunter Persiehl bei aller Euphorie und Vorfreude. In den kommenden Monaten
werde das Organisationsteam gebildet, das in den folgenden Jahren die
DCNAC 2007 stricken soll. "Der NRV sieht im Hochsee- und Seesegeln ein
neues Standbein neben seinen Olympic und Match Race Teams", so der
Präsident, der außerdem in Hamburg die NRV Baltic Week 2004 mit der
Internationale Deutschen Meisterschaft im Seesegeln und dem Bavaria Cup
(7. bis 15. August in Neustadt/Holstein) vorstellte.
Lesen Sie dazu auch die kompletten Berichte von 2003:
DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
Die website des DCNAC:


