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Starker Wind und bewegte See bestimmte die Ausfahrt der Traditionssegelschiffe am Hanse Sail-Samstag. (Foto © Lutz Zimmermann, Hanse Sail) |
Das First Ship Home 2008 heißt "Stad Amsterdam (76 m). Der elegante Hanse-Sail-Neuling ist auch klarer Sieger der rahgetakelten Traditionssegelschiffe, der schon 30 Minuten vor seinen Verfolgern über die Ziellinie ging. Die Zeitstrafe von 15 Minuten für den verpatzten Frühstart fiel da gar nicht ins Gewicht. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte sich wie den Vorjahren die Schonerbrigg "Greif (41 m) mit der schwedischen Brigantine "Baltic Beauty (40 m). Die "Greif entschied das Duell mit einer Minute Vorsprung für sich. Das Greifswalder Schiff hat bisher keine Hanse Sail verpasst und konnte 2005 und 2006 die Traditionsseglerregatta für sich entscheiden. Dichter Seenebel hatte im vergangenen Jahr eine Revanche verhindert.
"Mit Regen und bewegter See hatten wir ein Regattawetter, bei dem Segeln überhaupt keinen Spaß macht, resümiert Regattaleiter Uwe Jahnke vom Warnemünder Segelclub. Noch bei Sonnenschein waren am Samstag punkt 12 die drei rahgetakelten Traditionssegler gestartet. Kurz darauf war der niederländische Klipper "Stella Maris als Einmaster ins Rennen gegangen. Der Wind blies mit Stärken von 5 bis 6 aus Richtung West. Insgesamt beteiligten sich damit nur vier Schiffe an dem Kurs über rund zehn Seemeilen. Angemeldet hatten sich in den frühen Morgenstunden noch elf Traditionssegler. Bis zur orangefarbenen Wendetonne ging es in nördliche Richtung und wieder zurück nach Warnemünde. Als Start- und Zielschiff begleitete das ehemalige Flaggschiff der Hamburger Wasserschutzpolizei "Elbe 1 das Regattageschehen. Die Motorbarkasse mit ihrem blauen Rumpf ist heute Museumsschiff.
Sail-Chef Holger Bellgardt: Wir haben ein großes Fest erlebt
„Wir haben ein großes Fest erlebt. Die 18. Hanse Sail Rostock wird in wenigen Stunden die Flagge für 2008 einholen. Mit 230 Schiffen aus 13 Nationen, kulturellen Attraktionen und bunten Märkten war die Hanse Sail 2008 ein Ereignis, das lange in guter Erinnerung bleiben wird“, schätzt Hanse-Sail-Chef Holger Bellgardt ein.
Die Hansestadt Rostock hat mit der Ausrichtung eines der weltweit größten Windjammertreffen ihre maritime Kompetenz unterstrichen. Traditionelle Schiffe waren die absoluten Publikumsmagneten. Die Hanse Sail hat erneut einen Beitrag zu deren Erhalt leisten können. In Rostock konnte vier Tage lang von etwa einer Million Besucherinnen und Besuchern in einem Lexikon der Schifffahrts- und Schiffbaugeschichte geblättert werden. Die Sail hat in eindrucksvoller Art und Weise gezeigt, wie ein Stück maritimer Geschichte der Menschheit bewahrt werden kann.
„Nach stürmischer Fahrt können wir unser „Hanse-Sail-Schiff“ seeklar machen für die Reise zur 19. Hanse Sail Rostock, die 2009 vom 6. bis 9. August Segel setzen wird. Ich danke allen Partnern und Mitgestaltern für ihre beispielhafte Mitwirkung und den Rostockern für ihre Gastfreundschaft. Ein besonders herzliches Dankeschön gilt den teilnehmenden Schiffen. Auf Wiedersehen 2009!“
www.hansesail.com


