Marco Polo 12 – mehr sein als scheinen21. Januar 2007 - Wenn ein ehemaliger Kapitän ein Boot baut, dann ist man gespannt. Und der erste Blick auf die Marco Polo 12 überzeugt dann schon mal: Das Boot ist schön. Gefällige Linien, schöne Farben, gut abgestimmte Inneneinrichtung, und die Technik scheint zu stimmen. Auf der Boot 2006 wurde die Marco Polo 12, benannt nach dem berühmten Entdecker und Reisenden, vorgestellt.

Die Marco Polo 12 (Foto: Werft)

Der Werftgründer Dragan Segvic fuhr fünf Jahre auf Handelsschiffen, bevor er Yachten vercharterte und schließlich die Marco Polo baute. Die Werft ist beim schönen Split ansässig.  Begonnen hat er mit der Marco Polo 9, die bereits Anklang fand. Nach der 12-Meter-Version gibt auch bald eine Marco Polo 16.

Von außen fallen die Linien ins Auge, die ein wenig an die Lobster-Boote erinnern. Erfreulich:  Das Deck ist serienmäßig mit  Teak belegt! Von der Badeplattform geht es durch eine kleine Tür ins offene Cockpit achtern, dessen Seiten angenehm hoch sind, von dort führen Teakstufen zu den Gangborden in Richtung Vorschiff.  Die  stabile Reling  könnte für unseren Geschmack ruhig noch etwas weiter nach achtern gezogen sein.
Das Vorschiff ist aufgeräumt, durch die hohe Schanz gut gesichert, Beschläge und die Verarbeitung machen einen sehr guten Eindruck. Eine 1000 W Ankerwinch ist standardmäßig an Bord. Das kleine Bugspriet ist durch den Bugkorb gut gesichert, da kann man arbeiten.



Salon und Fahrtstand der Marco Polo 12 (Foto: Werft)

Im Innern endlich mal nicht die übliche, zu dunkle und unmoderne Ausstattung, die so viele andere Boote verunzieren: Hier überzeugen die farbliche Harmonie von cremefarbenem Leder bei der Polsterung und das ausgewählte Holz. Künftige Eigner können allerdings noch bei der Holzsorte mitreden.   Die Stehhöhe liegt bei 2 Metern. Von achtern gesehen backbords eine Sitzecke mit einem stabilen, aber etwas kleinen Tisch.  Steuerbords die Pantry mit Kocher und Spülbecken, gegen Aufpreis gibt es einen Kühlschrank (und einen Generator).

Der Skipper sitzt auf einer bequemen, lederbezogenen Bank. Neben ihm geht es zu Toilette und Dusche einige Stufen abwärts, dort ist auch eine Tür zur Gästekabine mittschiffs an Backbord. Elektrische Toiletten und Warmwasser sind serienmäßig eingebaut. Die Eignerkabine im Bug betet viel Platz, hat zudem eine eigene Nasszelle.   


Das Boot, das einen sehr guten Eindruck macht, wird mit unterschiedlichen Motoren, immer als sichere Doppelmotorisierung, angeboten, zur Wahl stehen entweder Cummins Diesel mit 2 mal 270 bis 330 PS oder Yanmar mit 2 mal 260 – 315 PS oder Volvo Diesel D 6  mit bis zu 370 PS. Als maximale Geschwindigkeit  gibt die Werft 35 Knoten an, als Fahrten-Geschwindigkeit 26 Knoten.


Die Werft wird bald mit einer Marco Polo 16 auf den Markt kommen, da kann man nur gespannt sein.

Technische Daten Marco Polo 12

LüA: 11,93 m
Rumpflänge 9, 99 m
B:  3,49 m
T: 0,80 m

Verdrängung: ca. 7000 Kg

Kojen: 4 ( plus 2)
Tankinhalt: 1200 l
Wassertank: 400 L


Motor:

Cummins, Yanmar oder Volvo,
2 Motoren,
zwischen 260 – 370 PS

Preise:
ab circa 225 500  bis 246 700 Euro, je nach Motor,
je nach Ausstattung, MWSt. nicht inklusive


www.marcopoloyacht.com


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