Maxi Yacht Rolex Cup auf hohen Wellen
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OPEN SEASON, Yacht Name: GBR 94.3, Nation: GER, Owner: Thomas Bscher, Model: wally. Y3K, Yacht Name: GER 6060, Nation: GER, Owner: Claus Peter Offen, Model: wally. MAGIC CARPET 2, Yacht Name: GBR 94 R, Nation: GBR, Owner: Lindsay Owen Jones, Model: wally (Fotos (C) Carlo Borlenghi / Rolex )
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"Kaum ein Team ist ohne Blessuren über die Bahn gekommen", berichtete Schümann von der ersten Wettfahrt. Regattaleiter Peter Craig vom veranstaltenden Yacht Club Costa Smeralda hatte einen anspruchsvollen, 32 Seemeilen langen Kurs durch den Maddalena-Archipel ausgelegt. Auf der 28,55 Meter langen "Open Season" des ehemaligen "Bugatti"-Chefs und Bankiers Thomas Bscher platzte ein Spinnaker. Der kostete wohl die entscheidende Zeit gegen die siegreiche "J One" (Jean-Charles Decaux) aus Frankreich, die berechnet 49 Sekunden vorne lag. "Wir haben aber ein paar weitere kleine Fehler gemacht", meinte Jochen Schümann, "da ist für die kommenden Tage noch Luft nach oben."
Dagegen war die "Y3K"-Mannschaft mit der Jungfernwettfahrt des neuen Schiffs mehr als zufrieden. Die dreißig und einen halben Meter (100 Fuß) lange Wally 100 hat sowohl die Kiel- als auch die Mastposition weiter vorn als ihre Vorgängerin und überzeugte mit hohem Geschwindigkeitspotential. "Bei den Bedingungen hätten wir im Vorjahr vier bis fünf Minuten weiter hinten gelegen", meinte Taktiker Thomas Jungblut aus Hamburg. Dass auch für die "Y3K" mehr drin gewesen wäre, zeigt der verpatzte Start, als Offen am Steuer wegwenden musste, nachdem sie zu spät an die Linie kamen, weil das Vorsegel nicht rechtzeitig gesetzt werden konnte. Am Ende betrug der berechnete Rückstand auf die "Open Season" 55 Sekunden.
Noch ärger war das Missgeschick auf der "Container", die bei den Mini-Maxis der Profis mit Steuermann Markus Wieser startet. Kaum fünf Minuten nach dem Start geriet nach einer Wende die Regenhose von Eigner Udo Schütz in den Backstagblock und schnürte dem Industriellen aus Selters im Westerwald das Bein zu. Zum Glück blieb es bei schmerzhaften, aber nur leichten Quetschungen. "Wir standen eine Weile im Wind und mussten letztlich das Hosenbein aufschneiden", berichtete Wieser. Dabei verlor die "Container" 600 bis 700 Meter auf die anderen Schiffe und kam auch im Ziel nicht über den vorletzten Platz hinaus. Es siegte die überlegene "Luna Rossa" aus Italien mit den brasilianischen Superstars Torben Grael und Robert Scheidt auf den entscheidenden Positionen.
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Eine Wally - Y3K von Claus Peter Offen. (Fotos (C) Carlo Borlenghi / Rolex ) |
Einen spannenden Zweikampf lieferten sich die beiden mit Abstand größten Yachten im Feld. Dabei behielt die 148 Fuß (45,52 Meter) lange Baltic "Visione" von "SAP"-Gründer Hasso Plattner (Walldorf) am Ende den Bug vor der einen Fuß kürzeren Wally "Saudade" des Hamburger Immobilientycoons Albert Büll. Mit dem Sieg in der Cruising/Spirit of Tradition-Gruppe hatten sie als Vierte und Fünfte jedoch nichts zu tun. Es gewann die unter britischer Flagge startende J-Klassen-Yacht "Velsheda".
Während die Genannten mit den rauen Bedingungen in drei Meter hohen Wellen noch glimpflich davon kamen, dürfte der Maxi Yacht Rolex Cup 2009 für die polnische "Intuition" (Racing/Cruising Mini-Maxi) schon beendet sein. Mit dem Startschuss brach der Kohlefasermast und ließ eine frustrierte Crew im Kielwasser der Konkurrenz mit viel Arbeit zurück. Und die englische "Alegre" als hochgehandelte Konkurrentin der "Container" musste mit gerissenem Großsegel aufgeben. Die Topfavoritin der Wallys, "Magic Carpet_" von "L'Oreal"-Boss Lindsay Owen-Jones, kam ohne Vorsegel im Profilvorstag immerhin noch ins Ziel, wurde aber Letzte. Und für den heutigen Dienstag sind ähnliche Bedingungen vorhergesagt.
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