Megayachten huckepack über den Rhein14. März 2006 - Ein Superlativ schwamm auf dem Rhein von der Boot Düsseldorf in die Niederlande, arrangiert von der EMS Shipping & Trading GmbH / Peters & May GmbH (Leer / Deutschland), einem der beiden weltweit operierenden Transporteure von Superyachten huckepack auf Frachtschiffen: Ein imposanter Schleppverband mit drei Pontons, auf dem sechs Superyachten trocken und sicher zu den Seehäfen transportiert wurden. Um dann entweder auf eigenem Kiel ihr Ziel anzusteuern oder von Peters & May weiter an Bord eines Frachters zu ihren Bestimmungshäfen im Mittelmeer zu gelangen.

Ein Ponton voller großer Yachten auf dem Rhein bei Düsseldorf (Foto © EMS Shipping & Trading GmbH / Peters & May GmbH (Leer / Deutschland)

Bei diesem Superlativ ging es um die perfekt abgewickelte Überführung von sechs Superyachten, die zuvor auf der international umfassendsten Bootsausstellung boot-Düsseldorf zu sehen waren: wie die 40,80 m lange, 13,50 m hohe und 220 t schwere MY Catwalk, eine Baron 133 der KaiserWerft – die  größte Yacht, die jemals weltweit in einer Messehalle stand – und weiterhin fünf Elegance-Motoryachten, 15 bis 35 m lang, bis zu 180 t schwer. Alle sechs Superyachten umschifften so huckepack alle Untiefen im Rhein, um sicher und höchst komfortabel ihr Ziel zu erreichen.

 

Auf dem Weg nach Rotterdam wurde in den Niederlanden ein Ponton abgekoppelt, sein Ziel mit den Elegance-Motoryachten 84,´, 68´und 64´ hieß Antwerpen in Belgien, war zwei Tage unterwegs. Auf den beiden anderen Pontons erreichten die Catwalk, Elegance 115´und Elegance 48´ den Seehafen von Rotterdam ebenfalls in zwei Tagen.

 

Zur boot-Düsseldorf – und auch wieder zurück – reisten weitere 15 Motor- und Segelyachten aus Italien, Frankreich, USA und Taiwan auf eigenem Kiel über den Rhein, um von Peters & May an Bord von Frachtschiffen via Rotterdam (Niederlande) hoch und trocken vom und ins Mittelmeer transportiert zu werden.

 

Wie aufwendig sich ein derartiger Huckepack-Transport einer Superyacht und weiter an Land  gestaltet, zeigt das Beispiel der 40,80 m langen Catwalk auf dem Weg von der Donau via boot-Düsseldorf nach Rotterdam

 

Auf dem Weg von der Werft in Saal an der Donau zur boot-Düsseldorf am Rhein minimierten Brücken die Durchfahrtshöhe soweit, dass das nebenher auf einem Binnenfrachter beförderte Top-Deck der Catwalk mitsamt Geräteträger erst in den Düsseldorfer Messehallen aufgesetzt werden konnte. Dort trägt der schon gewaltig bemessene Travellift Big Willy zwar höchst komfortabel Superyachten bis 120 t direkt aus dem Rhein bis in die Messehallen. Mehr Tonnen sind nur via Umkranen auf einen Ponton und von dort über eine Brücke per Tieflader möglich. In Fall der Catwalk war  es ein 22-achsiger Hagen-Pendelachsen-Tieflader und 320 Rädern, den sechs Trucks vom Ponton an Land zogen. Bis Köln reiste die 220 t schwere Catwalk auf eigenem Kiel, von dort – und nach der Messe bis nach Rotterdam – sorgte Peters & May für den Transport auf einem Ponton, Schenker für die Weiterbeförderung an Land.

 

Die ersten Gespräche über die Durchführung der Transporte wurden bereits ein halbes Jahr zuvor geführt, um alle Vorkehrungen für den Transport zu planen. Es galt, die Anschlagspunkte der Gurte zum Auf- und Abladen festzulegen, geeignete  Gurte vorzuhalten und den passenden Ponton, die Tieflader und Landkräne zu bestellen. Sowie die Zeitfenster exakt einzuhalten.

 

Geplant war, dass die Catwalk ohne Top-Deck zunächst einmal vorbei an Düsseldorf bis Rotterdam auf eigenem Kiel reiste, um sie dort auf einen Ponton zu setzen und anschließend in Düsseldorf an Land zu setzen. Niedrigwasser im Rhein machte der sechsmonatigen Planung einen gewaltigen Strich durch die Rechnung, um im Zeitfenster zu bleiben. Gerade noch so mit teilweise nur fünf Zentimeter Wasser unter dem  Kiel schaffte es die Catwalk auf eigenem Kiel noch glücklicherweise bis nach Köln-Godorf, denn erst dort gab es im Hafen genügend Tragkraft an Land für 2 Autokräne à 500tns, um die Superyacht aus dem Wasser und auf einem Ponton umzusetzen. Mit einem Kraftakt, den Peters & May gemeinsam mit der Schenker Deutschland AG meisterte. 

 

Der Weiter-Transport von der boot-Düsseldorf  nach Rotterdam gestaltete sich nach den Erfahrungen der nicht ganz unkomplizierten ersten Etappe nahezu als ein Kinderspiel. Alles lief wie am Schnürchen ab, besondere Probleme gab es nicht. Wie die es ohnehin nicht gibt, wenn Peters & May im regulären Linienverkehr große Yachten huckepack über See transportiert – von Nordeuropa ins Mittelmeer, über den Atlantik oder alle Meere der Welt.

 

Die Peters & May GmbH

Peters & May GmbH (Hafenstraße 10 a, D-26789 Leer,  www.petersandmay.de) ist einer der beiden Spezial-Anbieter weltweit für den Transport von Yachten huckepack an Bord von Frachtschiffen und zu allen  Bestimmungsorten der Welt. Die Gesellschaft hat ein weltweites Netz von Niederlassungen und Agenturen. Bis zu 600 Yachten werden pro Jahr von und in alle Welt transportiert. Zum Einsatz kommen auch Dockschiffe, in deren „Bauch“ die großen Yachten bequem einschwimmen. Für die Spezialtransporte stehen über 200 Hochseeschiffe bereit, so dass Transporte zu jeder Zeit,  von und zu zahlreichen  Häfen möglich sind.

 

Komfortabel und sicher

Die Verladung an Deck erfolgt in der Regel kostensparend und schonend per eigener Bordkräne direkt aus dem Wasser. Huckepack an Bord von Spezialfrachtern der Reederei EMS Shipping & Trading GmbH,  das wissen Werften und Yachthändler sowie die Eigner von Regattayachten seit langem zu schätzen. Um ihre wertvollen Yachten über alle Weltmeere sicher von A nach B zu transportieren. Ob  nun von Nord- nach Südeuropa, in den Nahen Osten, Transatlantik, von Südostasien nach Nordamerika oder Europa, von Europa nach Australien und Neuseeland. Oder zurück. 

 

Für den sicheren Stand der Yachten an Bord der Schiffe hat Peters & May besonders stabile  Lagergestelle (cradles) entwickelt. Bei dem sicheren Verstauen auf Deck kommt Ihnen die lange Erfahrung ihrer Transporte von sperrigen und empfindlichen Windenergieanlagen zugute. Ist die Yacht dann an Bord sicher verstaut, können während der Reise Wartungsarbeiten wie beispielsweise Antifoulinganstrich oder Motor-Check-up gebucht werden. Das spart Zeit im Zielhafen und ermöglicht einen schnellen Start in den Urlaubstörn.

 

Weil  Segelyachten in der Regel mit stehendem Mast transportiert werden, entfallen auch zeit- und kostenaufwendiges Abriggen vor dem Transport, das Aufriggen am Zielort. Wie sie sonst vor und nach Transporten der Yachten über Land entstehen.

 

Immer mehr Eigner setzen auf den bequemen Über-See-Transport ihrer Yacht.  Die auf Wunsch sogar bereits im heimatlichem Liegeplatz übernommen wird und von einer erfahrenen Crew auf eigenem Kiel zum Verschiffungshafen für den See-Transport überführt wird. 

 

Die Kosten für den Tansport der eigenen Yacht von Nordeuropa ins Mittelmeer sind meist günstiger als dort für eine vergleichbare Charteryacht. Zugleich spart eine schnelle Überführung durch Peters & May Zeit für den Eigner, um sie an Bord im Wunschrevier in vollen Zügen zu genießen, anstatt sie für aufwendige Selbst-Überführungen zu verschwenden. Und für große Yachten ist ein Transport Hucke-Pack über See meist preiswerter als ein mühsamer Schwertransport der Yachten über Land.

 

 


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