Die jollenartigen OPEN 60 Rümpfe stammen aus der Offshore-Regattaszene und weisen extrem breite Linien im Achterschiff auf. Das bringt performance und Formstabilität. Das übliche offene Heck fehlt allerdings auf der Roadster. Stattdessen baut OPUS dort eine gemütliche Eckbank wie auf einer bayerischen Almhütte.
Davor, nicht dahinter sind die beiden Steuerräder. Daher hat die roadster ihren Namen. Der Rudergänger sitzt wie im Auto vorne statt hinten, seine Begleitung am besten auf dem Beifahrersitz - viel geschützter unter der Sprayhood bei Schlechtwetter, viel näher am Niedergang und Navi-Tisch.
Ein Roadster auch unter Deck? Eindeutig nein. In der OPUS ist es nicht enger als in der „Limousine“, sondern länger, breiter, luftiger, geräumiger. Ein konsequentes Allraumkonzept machts möglich. Navi, Kochen, Essen, Lounge, Kino, Schlafen sind „loftig“ kombiniert angeordnet. Bei allem was man tut hat man deshalb Platz wie in einer deutlich größeren Yacht. Halt eben nur zu zweit.
„Ein Allraum ist in der Innenarchitektur bereits vielfach erprobt ... sagt Alv Kintscher, Designer und Gründer von OPUS aus München. „Hotelsuiten und Lofts sind Beispiele aus dem Luxus-Bereich. Warum soll das nicht auch in einer Yacht gehen? Es gibt Segler, die hauptsächlich zu zweit unterwegs sind. Warum dabei Kabinen spazieren fahren, die kaum genutzt werden? Und sich in eine Winzigkeit von Eignerkammer drängen, die den Namen nur trägt weil die anderen noch enger sind? Das macht kaum Sinn“.
Wohnen zu zweit ist allerdings nur die eine Seite der Medaille. Die andere heißt segeln. Wer 55 Fuß zu zweit bewegen will, braucht Technik dazu. „Es gibt heutzutage alles, was wir brauchen um eine solche Yacht für zwei Leute sicher, komfortabel und seglerisch faszinierend zugleich zu machen“, sagt Bill Dixon aus Southampton, Designer aller bisherigen OPUS-Yachten. Im Superyachtbereich tun wir das längst und in der Berufsschiffahrt auch. Und es gibt kein technisches Argument dagegen, auch eine kleinere Yacht hochwertig auszustatten. Dazu gehören automatische Segelbedienung, Bug- und Heckstrahlruder für müheloses Manövrieren, Joystick-Steuerung im Hafen, beste Navigations- und Kommunikationselektronik.
Wer sollte sich die OPUS Roadster ansehen? Man kann mit ihr super segeln, auf Kurz- oder Langfahrt, denn da ist Platz umso wichtiger. Sie ist aber auch ein komfortables Domizil im Yachthafen für das verlängerte Wochenende.
OPUS Roadster Factsheet
Rumpf in Aluminium, Teak auf Deck und auf Aufbau, Innenraum für 4 oder 6 Kojen möglich, Eignerbad mit sep. Dusche, zweites WC in Achterkabine.
Technik: Elektrische oder hydraulische Winschen, Vorsegelfurler, Mast- oder Baumfurler. Bug- und Heckstrahlruder, GPS Positionsfixierung, Joystick-Ansteuerung aller Antriebe für Hafenmanöver, modernste Navigations- und Kommunikationselektronik.
Individuell gestaltbares Interieur durch OPUS Yachtdesign von Alv Kintscher.
| Länge | 16,71 m |
| Länge Wasserlinie | 15,72 m |
| Breite | 4,88 m |
| Tiefgang | 2,30 m |
| Gewicht | 21t |
| Ballast | 7,2 t |
| Material Rumpf, Masten, Bäume | Aluminium |
| Segelfläche | 180 qm |
| Motor Perkins | 114 PS |
| Generator | 7 KW |
| Diesel | 1500 l |
| Frischwasser | 1000 l |
| Grauwasser | 350 l |
| Schwarzwasser | 300 l |
| Großsegel | 74,6 qm |
| Kuttersegel | 21 qm |
| Yankee | 82,7 qm |
| Segeltragezahl | 4,63 |


