"OrangeII" Jules Verne Trophy: Langsam, aber rekordverdächtig

09. März 2005 - Bei der Jagd nach der Trophée Jules Verne (stammt ja aus Frankreich) wird der 36-Meter Katamaran "OrangeII" von den neuen Tagen Vorsprung jetzt drei verlieren. Der Cat ist bereits in der nördlichen Hemisphäre, nachdem er vor dem Äquator einen Stop zur Reparatur des Ruders eingelegt hatte. Wie berichtet, war "OrangeII" nach Aussagen der Crew mit einem Orca zusammen gestoßen, wodurch das Ruder beschädigt wurde.

Wolken bei Flautenwetter im Atlantik- Blick schräg nach achtern auf "OrangeII" (Foto © J. B. Epron / Orange)

War der Katamaran bisher meist mit 25 Knoten und schneller durch die See gerast, musste jetzt Skipper Bruno Peyron und seine Crew nur noch 11 bis 12 Knoten auf der Logge beobachten. Vier bis fünf Tage werde man in einem für diese Zeit untypischen Hoch auf dem Nordatlantik langsamer segeln, meinte Peyron. 1000 Meilen in vier Tagen satt sonst in zweien ... Da heißt es für die Rekordjäger: Zähne zusammen beißen.

 

"OrangeII" hat auch die Strecke Äquator – Äquator in neuer Bestzeit zurückgelegt, also dem Überqueren der Linie nach dem Start vor Ushant und der erneuten Überquerung des Äquators nach dem Runden der Kaps von Afika und des Kap Horn. Die Zeit von 33 Tagen, 16 Stunden und 9 Minuten liegt um ganze 8 Tage 5 Stunden besser als die des Rekordinhabers Cheyenne von Steve Fosset .

 

2 Stunden Ruder-Reparatur

Um das beschädigte Ruder zu inspizieren und eventuell zu reparieren hate "OrangeII" vor der Küste Brasiliens gegen 10 Uhr GMT gestoppt. Bei perfekten Konditionen: Flacher See und ohne Wind. Dabei war bereits klar, dass die Kollision mit einem Objekt unter der Wasseroberfläche bei 25 bis 30 Knoten zwar Schäden angerichtet, aber keinen Bruch hinterlassen hatte, der den Rekord gefährdete.

Das an der Vorderkante beschädigte Ruder, von oben bei voller Fahrt fotografiert (Foto © J. B. Epron / Orange)

 

Die Crew konnte im ruhigen Wasser unter den Rumpf tauchen und das Backbord-Ruder und das Schwert inspizieren. Mit dem Schweizer  Nicolas De Castro ging Peyron ins Wasser. Dabei zeigte sich, das eine Carbon Schicht (die in 90 Grad-Richtung gelegt wird) aufgerissen war, aber die darunter liegende (die in 45 Grad Winkel gelegt wird) "sehr kräftig aussieht", so Peyron.

Der Cat konnte nach zwei Stunden gegen Mittag (GMT) wieder Fahrt aufnehmen.

Der Schlag gegen das Backbord-Ruder hatte eine Delamination ((Ablösung des Kunststoffs)) auf etwa 30 Zentimetern bewirkt, aber nur an der äußeren Carbon-Schicht.

 

Segeldaten am 43. Tag

Latitude : 13 09.64' N

Longitude : 37 21.64' W

Schnitt :  11.4 Knoten

Schnitt für 24 Stunden: 17,5 Knoten

Durchschnitt seit Start: 23 Knoten

gesegelte Distanz: 23.571 Seemeilen

Distanz zum Zielpunkt: 2657,20 Seemeilen

 

Technische Daten des Maxi-Cats "OrangeII" :

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Länge 36,8 m

Breite 18 m 

Mast 50 m über Wasser

470 m² Großsegel, das 22 Tonnen Last auf die Großschot bringt....

800 m – 1100 m Segel insgesamt, aber kein Spinnaker, nur ein Gennaker.

14 Mann Besatzung inklusive Skipper und Navigator.

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Die Jules Verne Trophy hält  Olivier de Kersauson auf Geronimo mit 63 Tagen, 13 Stunden und 59 Minuten, aufgestellt (Zieleinlauf) am 29. April 2004.

Der Cat hält den Rekord für die 24 Stunden (706 Seemeilen, Durchschnitt 29,42 Knoten)  und den Mediterranean Record mit 17 Stunden, 56 Minuten, Durchschnitt 25,53 Knoten.

 

Zur Crew gehören bekannte Namen der Hochsee-Segler, teils aus der Figaro-Szene: Bernard Stamm, Yves Le Blévec, Lionel Lemonchois, Ronan Legoff, Philippe Péché,  Yann Elies, Ludo Aglaor, Florent Chastel, Nicolas de Castro, Jean-Baptiste Epron und  Sébastien Audigane.

 

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Tris & Cats

Die Website des Maxi-Multis:

www.maxicatamaran-orange.com

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