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Start zu Pantaenius Rund Skagen. (Foto © Philipp Lehnert / Nordseewoche) |
Es war fast wie vor zwei Jahren. Der Start zur Pantaenius Rund Skagen Regatta hielt am Montagnachmittag bei Sonnenschein und Nordwestwind um die vier Beaufort perfekte Bedingungen für die 65
startenden Yachten parat. Eine harte Kreuz die Nordseeküste entlang nach Norden brachte die Hochseesegler dann in die Jammerbucht und die machte ihrem Namen wieder einmal alle Ehre. „Wir haben Schwerwetter, segeln unter
Spinnaker mit 10,3 Knoten, die Stimmung ist gut, aber zum Zerreißen gespannt, da das Schiff unter sehr viel Druck steht. Der Kaffee ist gerade durch die Kombüse gesprungen“, berichtete Harald Baum,
Skipper der „Elan“ bevor die Swan 48 Skagen runden konnten. Baum ist als Inhaber von Pantaenius Yachtversicherungen nicht nur Hauptsponsor der Wettfahrt, sondern feiert in diesem Jahr auch seine 25. Teilnahme an der Hochseeregatta.
Ausgesprochenes Pech ereilte die Crew der „Aah-Nette“. Nach einer Kollision mit Treibgut erlitt die Luffe 44 von Stefan Weinle aus Bremerhaven einen ernsthaften Ruderschaden. Die „Aah-Nette“ hatte in den frühen Morgenstunden Mayday gefunkt und ein dänischer Rettungskreuzer schleppte das Schiff nach Hansholm. Skipper Dr. Weinle und Crew sind aber wohlauf. Ebenso wegen Ruderschaden aufgeben musste die Crew der „Roxy“, einer IMX 38. Die Yacht von Kai Neumann fuhr ebenfalls nach Hansholm um Reparaturen vorzunehmen. Mittlerweile haben die meisten Crews Skagen als den nördlichsten Punkt der Regatta hinter sich gebracht und in der Ostsee ruhigeres Wetter vorgefunden.
Nun wird um jeden Meter bis zum Ziel gekämpft. Gute Seemannschaft, schnelle Segelwechsel, sowie taktisch kluge Navigation entscheiden über Sieg oder Niederlage. Für die „UCA“ von Klaus Murmann allerdings ging es um mehr als den Sieg. Die 18-köpfige Crew der 26 Meter Yacht hatte es auf den Rekord der Pantaenius Rund Skagen Wettfahrt abgesehen. Im Jahr 2000 waren die Windbedingungen so ideal, das die Strecke mit der damaligen „UCA“, einer Baltic 67 in nur 43 Stunden und 46 Minuten abgesegelt werden konnte. Die Zeit wollte Skipper Jörn Bock (Hamburg) mit dem 2003 neu gebauten Hightech-Leichtbau in diesem Jahr unterbieten. Aber obwohl die „UCA“-Crew Skagen bereits am Dienstagabend als erste Yacht runden konnte, erwischte sie eine Flaute unter der Brücke im großen Belt und der Rekord schwand dahin. „Fast drei Stunden lagen wir in der Flaute bei der Beltbrücke, aber schon bei Skagen wussten wir, dass es mit dem Rekord kaum noch etwas werden konnte, weil wir vorher viel kreuzen
mussten“, sagte Skipper Jörn Bock. Zwar kam die „UCA“ am Mittwochabend als „First Ship Home“ ins Ziel und wurde dort von Eigner Klaus Murmann, der verhindert war und nicht mitsegeln konnte, begrüßt. Wer die Wettfahrt aber
berechnet gewinnen wird, entscheidet sich erst, wenn alle Yachten im Ziel sind. Damit wird am Freitag zu rechen sein. Bei einem großen Seglerfrühstück im Kieler Yacht Club in Strande werden die Erlebnisse dann ausgiebig
ausgetauscht.
Rückregatta
Die Rückregatta von Helgoland nach Cuxhaven, an der 12 Yachten teilnahmen konnte in der Klasse ORC 1+2 Heiko Lange (Bremerhaven) mit der Sigma 38 „D&H“ für sich entschieden und in der Klasse ORC 3+4 siegte die „Ree“ von Bernhard Ihnken. Die Rückfahrt nach Bremerhaven (8 Yachten am Start) gewann Matthias Bröker vom Weser Yacht Club mit seiner „Pylaia“ in Klasse ORC 1+2 und Gerhard Krokat aus Bremen hatte berechnet in der Klasse ORC 3+4 mit der „Käpt’n Blaubär“ die Nase vorn.
Alle Ergebnisse unter www.nordseewoche.org.
Die Pantaenius Rund Skagen Wettfahrt ist auf dem Racetracker, der ebenfalls auf der Eventwebsite zu finden ist, zu verfolgen. Hier finden Sie auch spannende und humorige Kommentare von Bord der Yachten.


