Rolex Sydney Hobart Race: Vineta GER dabei
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Start zum Sydney Hobart 2004 (Foto © Carlo Borlenghi / Rolex) |
Die Starterliste liest sich wie ein Stelldichein der Hochseeveteranen. Vielehaben das Rennen über die Bass-Straße schon weit mehr als ein Dutzend Malabsolviert. Für Philipp Kadelbach, Crewmitglied an Bord der „Vineta“; wirdes die Premiere sein. Der Berliner ist ein erfahrener Jollensegler und sichder außergewöhnlichen Herausforderungen dieses Törns bewusst: „Die Gefahr,das Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind, jederzeit wiederpassieren können, macht dieses Rennen so einzigartig.“ 1998 waren gab eszahlreiche Mastbrüche und Kenterungen, sechs Segler ertranken damals ineinem Orkan. „Deshalb ist unser oberstes Ziel, sicher in Hobart anzukommen“,meinte Kadelbach, „aber unsere zweite Erwartung ist eine starke Leistung.Das Boot ist brandneu, und wir sollten es schaffen, im ersten Viertel desFelds zu landen.“

- Die deutsche Vineta ( Foto © Daniel Forster / Rolex )
Zu den Favoriten gehört Grant Wharingtons imposante Maxiyacht „Skandia“ aus Melbourne, die schon voriges Jahr schnellstes Schiff nach gesegelter Zeit
war. Sie darf nach einigen Wirren um ihre Vermessung, welche die
Vorbereitung empfindlich gestört haben, endgültig starten. Härteste
Konkurrentin um die Ehre des „First Ship Home“ dürfte die ebenso große
Maxiyacht der 30-Meter-Klasse werden, die Wharington 2003 knapp um 14
Minuten geschlagen hatte. Die Ex-„Zana“ von Stewart Thwaites aus Neuseeland heißt jetzt „Konica Minolta“.
Der Eigner hat aber nicht nur den Namen seiner Yacht gewechselt, sondern
auch den Kiel. Statt des starren Kiels hat das Schiff nun – genau wie die
„Skandia“ – einen Schwenkkiel, welcher das Geschwindigkeitspotential
nochmals erhöht. Diese Technologie ist en vogue. Auch der Schwede Ludde
Ingvall, 2000 Erster im Ziel, hat seiner neuen, 90 Fuß langen „Nicorette“
einen Schwenkkiel verpasst.
Es ist schwer zu sagen, ob das Rolex Sydney-Hobart ein Rennen oder ein
Abenteuer ist, denn es enthält Aspekte von beidem. Es zieht olympische
Segler, wie den dreimaligen 49er-Weltmeister Chris Nicholson auf dem
einheimischen Open 66 „AAPT“ genauso an, wie den britischen Abenteurer
Robert Swan. Der einzige Mensch, der bisher sowohl zum Nordpol als auch zum Südpol lief, benutzt auf seiner „The Active Factor“ Segel, die nach der
Regatta zu 600-ml-Colaflaschen, 13.000 sollen dabei herauskommen,
wiederverwertet werden sollen. Auch eine Pioniertat.
Es gibt also ganz unterschiedliche Gründe, am Rolex Sydney to Hobart Yacht
Race teilzunehmen. Indes hat jeder, der die Courage dazu hat, den Respekt
der gesamten Segelgemeinde verdient.
Das Rennen wird am Sonntag, dem Zweiten Weihnachtstag um 13.10 Uhr Ortszeit (3.10 Uhr nachts deutscher Zeit) in Sydney Harbour gestartet.
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