Training in der Südsee
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Jugend trainiert im Hobie in der Niederländischen Südsee (Foto © Uli Stegmann – SKBUe )
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Mit Wind zwischen 2 und 6 Bft., Sonne satt und Lufttemperaturen bis 25° C hätte man vom 11.04. bis 18.04. 2003 durchaus einen der wohlbekannten und manchmal ein wenig kitschigen Segelwerbefilme drehen können.
Im Vergleich zu den Vorjahren wurde mit 21 teilnehmenden Jugendlichen ein neuer Teilnehmerrekord für das Ostertraining aufgestellt. Das Training war hinsichtlich der notwendigen Logistik wie schon in den Vorjahren sehr gut vorbereitet. Die zum wiederholten Mal teilnehmenden jugendlichen Segler wie auch deren Eltern konnten sich somit auf die gewohnten Standards verlassen. Nur wer es anders kennt, kann beurteilen, dass gerade eine gute Planung erst gewährleistet, dass tägliches Wassertraining zwischen sechs und acht Stunden mit Frühsport und anschließender Theorie und immer perfekteren multimedialen Hilfsmitteln ein so hocheffizientes Training erst ermöglichen. Den vielen meist im Verborgenen wirkenden Helfern, die das möglich machten, kann gar nicht genug für ihren Beitrag zum Gelingen des Trainings gedankt werden. Gerade dieser hohe Wirkungsgrad des SKBUe- Trainings beeindruckt mich immer wieder von neuem und setzt Maßstäbe zu dem, was ich als langjähriger Opti-, 420er- und jetzt auch Hobie- Vater in einem Jahrzehnt so kennen gelernt habe.
Optiflotte – (Foto © Uli Stegmann – SKBUe )
Das diesjährige SKBUe- Ostertraining konnte nicht nur einen neuen Teilnehmerrekord aufstellen, es wurde in diesem Jahr auch erstmals in drei Gruppen trainiert. Mit zwei Alters- und Leistungs- Gruppen und 13 Kids dominierten selbstverständlich die Optis die Szenerie. Sie wurden vom bewährten vierköpfigen Trainerteam um Carsten und Juliane betreut. Erfreulich groß war die große Anzahl der neuen, zum Teil noch sehr jungen Optiseglerinnen und Optisegler. Viele von Ihnen wurden dabei an ihre persönliche Leistungsgrenze geführt. Dass dabei eine durchweg positive Resonanz von allen Seglern wie auch deren Eltern zu vernehmen war, beweist, dass von den Trainern auch ein positives Gruppenerlebnis vermittelt wurde. Diesen schmalen Grad zu gehen, verstehen nach meiner Erfahrung nur wenige Trainer und das ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für gutes Training, welches nachhaltiger auf die Entwicklung jugendlicher Segler wirkt als ausschließlich die Ausrichtung auf sportliche Erfolge. Leider entfacht letzteres meist nur ein Strohfeuer. Entscheidend ist eine gute Mischung!
Als Trainer für unsere erstmals am Ostertraining teilnehmenden jugendlichen Hobie Segler konnten wir Robin Dinsdale verpflichten. Um solch einen Spitzensegler als Trainer zu gewinnen, immerhin war Robin schon einmal Europameister, zeichnete sich wieder einmal die gute Zusammenarbeit des SKBUe mit der Hobie Klassenvereinigung (DHCKV) aus. In der DHCKV gibt man sich große Mühe die Erwartungen an ein DSV Jugendboot zu erfüllen. Mit Erfolg, wie ich meine, denn es ist in der Seglerszene nicht üblich, dass solche Spitzensegler Umsteigerlehrgänge in Jugendklassen leiten. Nochmals Dank an die "Strippenzieher", die das ermöglichten. Um so erfreulicher wird dieser Umstand, weil Robin das Training mit der Gruppe sehr viel Spaß gemacht hat und bereits weitere Trainingstermine vereinbart wurden.
Unterstützt wurde Robin, zumindest zeitweise, von Prof. Martin Lübbert, kurz "Lü" genannt, dem Commodore West der DHCKV. Die Motivation der Segler, die zum Teil vor dem Ostertraining erst wenige Stunden auf dem HC 16 zugebracht hatten, war natürlich bei solch einer "Starbesetzung" auf der Trainerseite groß. Gerade an den Starkwindtagen des Trainings wurde den jungen Hobie Seglern mit den "Profis" an Bord das enorme Geschwindigkeitspotential des HC 16 vermittelt, was ihre Begeisterung für diese Klasse nur noch verstärkte. Für mich war beeindruckend zu beobachten, mit welcher fast schon zur Rasanz der HC 16 widersprüchlichen Ruhe Robin die oft spektakulär wirkenden Fehler der HC 16 Anfänger korrigierte. Überschrift: "In der Ruhe liegt die Kraft!"
Für die zweite Hälfte der Trainingswoche hatte sich dann noch hoher Besuch als Trainingsgast anmeldet. Wolfgang Wagner, DSV Jugendobmann, freute sich darüber, nach fünfjähriger Abstinenz wieder einmal ein Training in Zeeland zu besuchen. Er nahm dann auch die Siegerehrung zur Opti- Abschlussregatta vor.
Der letzte Trainingstag bot dann bei gutem Wind allen Interessierten und vor allem den Opti- Seglern die Möglichkeit, sich von der Geschwindigkeit der Hobies verzaubern zu lassen. Robin, der den HC 16 selbstredend beherrscht, sorgte dabei für eine gute Demonstrationswirkung.
Uli Stegmann (SKBUe Jugendwart)


