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Fotos sind Bilder mit Licht – hier muss das Foto mit dem Bearbeitungs-Programm ausgeglichen werden, also dunkle Partien leicht aufhellen und helle etwas abdunkeln. (Foto © Jo Achim Geschke) |
Die Programme zur Fotobearbeitung sind ziemlich unterschiedlich, auch vom Preis, aber allen ist einiges gemeinsam. Ein sehr gutes Programm für Sie ist Adobe Photoshop Elements (kurz: »Elements«). Das gibt es oft beim Kauf einer Kamera gratis dazu. Es muss ja nicht das neueste Photoshop für die Profis sein.
Zunächst sollte aber Ihr Bildschirm das zeigen, was vom Foto auch gedruckt wird! Dazu sollten Sie Ihren Bildschirm nach Gebrauchsanweisung kalibrieren und auf 7500° Kelvin Farbtemperatur einstellen. Letzteres funktioniert bei neueren Monitoren einfach über das Monitormenü. Drucken Sie ein paar Probeexemplare und justieren gegebenenfalls Helligkeit und Kontrast direkt in den Drucker-Einstellungen.
Das Histogramm
Das Histogramm gibt vereinfacht gesagt die Verteilung von dunklen und hellen Pixeln im Foto wieder. Ein optimal belichtetes Foto hat eine Kurve mit runden Verläufen von Hell bis Dunkel. Das ist aber selten, vor allem bei Segelfotos.
Wenn Sie ein Foto in »Elements« laden, können Sie das Histogramm aufrufen: Menü Überarbeiten > Helligkeit und Kontrast angleichen > Tonwertkorrektur. Nehmen Sie niemals den Regler für Helligkeit und Kontrast. Das bringt nur schlechte Ergebnisse.
Jetzt erscheint eine schwarze Kurve, das Histogramm. Das können Sie bearbeiten. Darin gibt es drei Regler: Rechts für die Helligkeit, in der Mitte für die mittleren Töne und links für die dunklen Töne. Sie haben zuvor das Foto größtmöglich auf ihrem Bildschirm dargestellt, so dass noch die Werkzeug-Masken zu sehen sind.
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Histrogramm eines Fotos (Foto und Montage © Jo Achim Geschke) |
Jetzt schieben sie bei einem dunklen Foto den rechten Regler ein klein wenig nach links: das Foto wird heller. Wenn Sie den linken Regler zur Mitte der Skala schieben, wird das Foto dunkler. Wenn Sie die so genannten Mitteltöne aufhellen wollen, schieben Sie den mittleren Regler etwas nach links. Sie werden sehen: mit etwas Übung erhalten Sie tolle Ergebnisse und können Ihre Fotos fast wie ein Profi nachbearbeiten.
Feinheiten herausarbeiten
Links im Werkzeugkasten finden Sie das magnetische Lasso. Damit lassen sich Bildausschnitte hervorragend auswählen, um diese getrennt von den anderen Bildflächen zu bearbeiten. Besonders bei unzureichend belichteten Gesichtern wirkt diese Vorgehensweise kleine Wunder. Wählen Sie für das magnetische Lasso in den Werkzeugoptionen (oben) eine weiche Kante von 2 Pixeln mit einer ebenso großen Breite. Setzen Sie den Kantenkontrast auf 25 Pixel.
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Das ist der größtmögliche Ausschnitt eines Portraits (Jochen Schümann, Alinghi SUI 64). Hier könnten Sie mit Hilfe des magnetischen Lassos den Magenta-Anteil im Gesicht verringern, um eine natürlichere Hautfarben zu erzielen. (Foto © Jo Achim Geschke) |
Fahren sie mit dem magnetischen Lasso möglichst genau an der Außenkontur des Gesichts entlang, ganz rundum. Diese Arbeit erfordert ein wenig Übung und gelingt nicht immer auf Anhieb. Am Ausgangspunkt wieder angelangt, erkennen Sie eine blinkende, gestrichelte Linie um das Gesicht. Dies ist Ihr zu bearbeitender Auswahlbereich.
Rufen Sie jetzt die Tonwertkorrektur auf (s.o.): Schieben sie den rechten Regler etwas (!) zur Mitte. Wenn Sie zuviel Helligkeit in das Gesicht geben, verstärken Sie das Rauschen, das sind Farbfehler im Bild. Auch hierbei gilt wieder: Ausprobieren. Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, bestätigen Sie mit OK. Das Gesicht ist nun heller und gut zu erkennen, während der Rest des Fotos unverändert in seinen Farben bleibt.
Gradationskurven
Probieren Sie auch Variationen der Gradationskurven aus. Hiermit können Sie Helligkeit, Kontrast und Glanz bzw. Brillanz des Fotos beeinflussen, indem sie dunkle Stellen in der Kurve nach oben ziehen (aufhellen) und helle Stellen dunkler machen. Wenn sie die Gradationskurven benutzen, müssen Sie danach (!) die Tonwertkorrektur benutzen.
Selbstverständlich bieten wir Ihnen hier nur einen winzigen Überblick über die Funktionen einer Bildbearbeitungs-Software. Ein Blick ins Handbuch lohnt sich in jedem Fall.
Farben
Wenn Sie Helligkeit und Kontrast über den Tonwert und das Histogramm geregelt haben, bleibt vielleicht noch eine Farbkorrektur: Seien Sie sehr sparsam damit, sonst werden die Farben verfälscht.
Auflösung
Viele Angaben, die man über Bildauflösung liest, sind fehlerhaft oder schlicht unverständlich.
Professionelle Fotos haben eine Auflösung von 300 dpi (Dots per Inch = Bildpunkte pro Zoll). Für das Internet bzw. eine Bildschirmauflösung sind 72 dpi vorgesehen und ausreichend. Gute Fotos für Fotoabzüge bekommen Sie mit 180 dpi allemal hin. Wenn Sie Fotos an Tageszeitungen schicken, nehmen sie 200 dpi, Fotos an Hochglanzmagazine versenden Sie mit 300 dpi, Fotos an Seglermagazin.de mit jeder Auflösung von 72 dpi und mindestens 800 Pixeln Breite.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg für Ihre nächsten Fotoprojekte. Und denken Sie daran, dass nicht jedes Foto nachbearbeitet werden muss.
Text: Jo Achim Geschke
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